Marktstammdatenregister (MaStR): Anleitung für Elektroinstallateure
Jede PV-Anlage und jeder Speicher muss im MaStR eingetragen werden. Schritt-für-Schritt-Anleitung und typische Fehler.
Leonardo Rupprecht
ElektroFlow Hannover
Was ist das Marktstammdatenregister?
Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist die zentrale Datenbank der Bundesnetzagentur für alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland. Jede PV-Anlage, jeder Stromspeicher und jede andere Erzeugungsanlage muss dort registriert werden.
Ohne MaStR-Eintrag gibt es keine Einspeisevergütung.
Wer muss eintragen?
Der Anlagenbetreiber – also dein Kunde, nicht du als Installateur. In der Praxis hilfst du aber oft dabei, weil:
- Die Registrierung technische Daten erfordert, die der Kunde nicht kennt
- Viele Kunden mit dem Portal überfordert sind
- Du sicherstellen willst, dass es korrekt gemacht wird
Schritt-für-Schritt Registrierung
1. Benutzerkonto anlegen
- Website: marktstammdatenregister.de
- Anlagenbetreiber (Kunde) registriert sich
- E-Mail-Bestätigung abwarten
2. Betreiberdaten eingeben
- Name und Adresse des Betreibers
- Steuernummer (optional bei Kleinanlagen)
3. Anlage registrieren – PV
- Standort der Anlage (Adresse + Koordinaten)
- Leistung in kWp (nicht kW!)
- Inbetriebnahme-Datum
- Modultyp und Wechselrichter
- Netzanschluss-Informationen
4. Anlage registrieren – Speicher (separat!)
- Achtung: Speicher wird als eigene Anlage eingetragen
- Nutzbare Speicherkapazität in kWh
- Hersteller und Modell
- Inbetriebnahme-Datum
5. Netzbetreiber-Bestätigung
- Nach der Registrierung prüft der Netzbetreiber die Daten
- Bestätigung erfolgt automatisch (1–4 Wochen)
Fristen
- Frist: 1 Monat nach Inbetriebnahme
- Konsequenz bei Versäumnis: Keine Einspeisevergütung bis zur Registrierung
- Rückwirkend möglich: Ja, aber Vergütung erst ab Registrierungsdatum
Typische Fehler
1. Speicher nicht separat eingetragen
Viele denken, der Speicher sei in der PV-Registrierung enthalten. Ist er nicht. Speicher = eigene Anlage = eigener Eintrag.
2. Falsche Leistungsangabe
kWp (Kilowatt peak) für die PV-Anlage, nicht kW. Bei Speichern: kWh (nutzbare Kapazität), nicht Brutto-Kapazität.
3. Falsches Inbetriebnahme-Datum
Das Datum der tatsächlichen Inbetriebnahme zählt – nicht das Installationsdatum und nicht das Zählereinbau-Datum.
4. Registrierung vergessen
Passiert öfter als man denkt. Der Kunde verlässt sich auf den Installateur, der Installateur denkt der Kunde macht es.
Tipp: Weise deinen Kunden schriftlich auf die MaStR-Pflicht hin – und biete an, dabei zu helfen.
MaStR und Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung wird erst ab dem Datum der MaStR-Registrierung gezahlt. Wer die Registrierung vergisst, verschenkt bares Geld:
- 10 kWp PV-Anlage erzeugt ca. 10.000 kWh/Jahr
- Bei 8 ct/kWh Einspeisevergütung = 800 €/Jahr
- 3 Monate Verzögerung = 200 € verschenkt
ElektroFlow bereitet die MaStR-Registrierung vor
Im Rahmen unseres PV-Komplett-Pakets bereiten wir alle Daten für die MaStR-Registrierung vor. Dein Kunde muss nur noch einloggen und bestätigen.
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